Liebe Freundinnen und Freunde,
Seit zwei Jahren begeht Israel in Gaza einen Völkermord an den Palästinenser*innen – Woche für Woche nimmt die Brutalität weiter zu. Die jüngste Untersuchung einer UNO-Kommission bestätigt dies nun offiziell: Es handelt sich um Völkermord. Premierminister Netanyahu bekräftigte dies de facto selbst, als er in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung nicht etwa einen Waffenstillstand in Aussicht stellte, sondern offen ankündigte, „den Job zu Ende führen“ zu wollen. Parallel dazu weitete er die Angriffe auf Gaza-Stadt aus und torpedierte Verhandlungen mit Katar.
Doch auch Österreich trägt Verantwortung. Erst vor zwei Wochen wurde eine große Munitionslieferung für die israelische Armee quer durch Österreich Richtung Italien transportiert – nur der entschlossene Protest im Hafen von Ravenna verhinderte ihre Weiterfahrt. Gleichzeitig stellt sich Österreich in der EU quer, wenn es darum geht, Israel endlich durch Sanktionen zur Verantwortung zu ziehen.
Am 20. September haben wir bereits gezeigt, wie groß die Ablehnung dieses Völkermords in Österreich ist: 20.000 Menschen demonstrierten in Wien laut und kraftvoll für Gerechtigkeit und gegen die österreichische Komplizenschaft. Diese eindrucksvolle Mobilisierung hat klar gemacht: Wir sind viele – und wir werden immer mehr.
Auch in anderen Ländern erhebt sich Widerstand:
In Berlin demonstrierten letzten Samstag über 100.000 Menschen gegen den Genozid – eine der größten Palästina-Demonstrationen in der deutschen Geschichte. In Italien blockierten Aktivist*innen, Hafenarbeiter*innen und Gewerkschaften Rüstungstransporte und machten so die praktische Unterstützung des Krieges unmöglich. In Spanien gingen in zahlreichen Städten Zehntausende auf die Straße und forderten ein Ende der militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel.Diese Beispiele zeigen: Wenn wir uns organisieren, können wir die Kriegsmaschinerie stoppen. Österreich darf nicht länger Komplize sein. Es liegt auch an uns, den Druck zu erhöhen und den Ruf nach Gerechtigkeit in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.
Daher rufen die Palästinensische Gemeinde Österreich und andere Bündnisteilnehmer der Großdemonstration am 20 Oktober die unten folgenden Organisationen dazu auf:
Kontakt: pal.gemeinde@gmail.com
Infos: www.grossdemowien.at
Anhang: Demo Aufruf